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ReFuelEU Aviation Im Jahr 2026: Schlüsselaspekte Des SAF-Mandats Und Seine Auswirkungen Auf Spanien

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Die Dekarbonisierung des Luftverkehrs ist eine der großen Herausforderungen des Sektors, und in Europa gibt es einen klaren Hauptakteur: das ReFuelEU Aviation-Mandat. Im Jahr 2026 tritt diese Verordnung in eine besonders relevante Phase ein. Nach ihrem Inkrafttreten im Jahr 2025 steht der Sektor nun vor dem ersten vollständigen Jahr der Konsolidierung, in dem Fluggesellschaften, Kraftstofflieferanten und Flughäfen ihre Anpassungsfähigkeit an ein neues Energiemodell unter Beweis stellen müssen.

Das SAF-Mandat: Ein Schrittweiser, Aber Struktureller Wandel 

Die Verordnung (EU) 2023/2405 legt fest, dass der an europäischen Flughäfen bereitgestellte Kraftstoff einen Mindestanteil an SAF (Sustainable Aviation Fuel) enthalten muss. Dieser Prozess ist schrittweise geplant:

  • 2025 markierte den Beginn mit einer Mindestquote von 2 %.

  • 2026 ist das erste Jahr der Überprüfung und Konsolidierung.

  • 2030 wird das Ziel auf 6 % angehoben, einschließlich synthetischer Kraftstoffe.

  • 2050 setzt ein ehrgeiziges Ziel von 70 %.

Es handelt sich nicht nur um eine sofortige Änderung, sondern um eine strukturelle Transformation, die die Zukunft der europäischen Luftfahrt prägen wird.


2026: Das Jahr der Überprüfung

War 2025 der Startpunkt, so ist 2026 das Jahr, in dem das System messbar wird. Kraftstofflieferanten mussten bis Februar 2026 die im Vorjahr gelieferte SAF-Menge melden. Die Fluggesellschaften wiederum müssen diese Daten validieren, um die Mechanismen des europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) nutzen zu können, das die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten schrittweise abschafft. Dies führt zu einem neuen Maß an Kontrolle und Transparenz in der gesamten Lieferkette.

Anwendung in Spanien: Fokus auf die großen Flughäfen

In Spanien gilt die Verordnung vor allem für Flughäfen mit hohem Verkehrsaufkommen, sowohl im Passagier- als auch im Frachtbereich. Standorte wie Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat, Palma de Mallorca, Málaga, Alicante, Saragossa oder Vitoria stehen im Zentrum dieses Übergangs. Zudem enthält die Verordnung Maßnahmen zur Vermeidung von Praktiken wie dem „Tankering“, indem sie Fluggesellschaften verpflichtet, eine Mindestmenge an Kraftstoff auf europäischem Territorium zu tanken. Das Ziel ist klar: sicherzustellen, dass die Nutzung von SAF effektiv erfolgt.

Kosten und operative Herausforderungen

Eine der größten Herausforderungen bleiben die Kosten. Derzeit kann SAF drei- bis viermal teurer sein als herkömmliches Kerosin, was sich direkt auf die Kostenstruktur der Fluggesellschaften auswirkt. Hinzu kommt die Notwendigkeit, die Infrastruktur anzupassen. Raffinerien und Logistikzentren in Spanien mussten sich weiterentwickeln, um Mischprozesse zu integrieren, bevor der Kraftstoff die Flughäfen erreicht. All dies schafft ein Szenario, in dem die Energiewende neben bedeutenden operativen Herausforderungen besteht.

Was als nachhaltiger Kraftstoff gilt

Das ReFuelEU-Mandat definiert streng, welche Kraftstoffe Teil dieses Übergangs sein können. Dazu gehören insbesondere:

  • Fortschrittliche Biokraftstoffe aus Abfällen.

  • Synthetische Kraftstoffe (E-Fuels), die in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen werden.

  • Erneuerbarer Wasserstoff als zukünftige Option. Ziel ist es, Lösungen zu vermeiden, die mit Nahrungsmittelressourcen konkurrieren, und eine reale Auswirkung auf die Emissionsreduzierung zu gewährleisten.


Spanien und sein strategisches Potenzial

In diesem Kontext positioniert sich Spanien als Akteur mit großem Potenzial bei der Produktion von SAF. Seine Kapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien und seine industrielle Infrastruktur lassen eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung dieses Marktes auf europäischer Ebene erwarten.

Ein Wandel, der bereits im Gange ist 

Das Jahr 2026 markiert einen Wendepunkt. Über die langfristigen Ziele hinaus unternimmt der Sektor bereits die ersten Schritte in Richtung eines neuen, nachhaltigeren Modells. Der Übergang ist nicht frei von Herausforderungen, eröffnet aber auch neue Chancen in der gesamten Wertschöpfungskette der Luftfahrt.

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